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Drei Tage Wartburg Hainich: Altstadt, Herbstwald und Genuss

Anzeige | Bezahlte Kooperation mit der Welterberegion Wartburg Hainich

Alte Gassen, Morgennebel im Buchenwald und Nächte im Baumhaus: Meine Reise durch die Welterberegion Wartburg Hainich zeigt, wie gut sich Kultur, Natur und regionale Küche verbinden lassen. Ausgangspunkt meiner drei Tage im Oktober ist Mühlhausen in Thüringen.

Tag 1: Mühlhausen entdecken und im Baumhaus ankommen

Mühlhausens Altstadt hat mich mit ihren alten Gassen, schönen Perspektiven und unterschiedlichen Restaurants begeistert. Bei einer Stadtführung wird aus der Kulisse eine Geschichte: Die einst freie Reichsstadt bewahrt Fachwerkhäuser, gotische Kirchen und eine nahezu vollständig erhaltene Stadtmauer.

Mein Tipp: Zwischen den Besichtigungen Zeit zum Schlendern lassen. Gerade die kleinen Gassen und wechselnden Blickwinkel machen für mich den Reiz aus.

Zum Mittag passt das Brauhaus zum Löwen mit seiner eigenen Brauerei.

Danach führt mein Weg ins Museum St. Marien | Müntzergedenkstätte. Hier predigte Thomas Müntzer 1525. Heute verbindet die als Museum genutzte Kirche eindrucksvolle Architektur mit Reformationsgeschichte. Ihr 86,7 Meter hoher Turm ist schon von Weitem zu sehen.

Anschließend entdecke ich Mühlhausen auf eigene Faust: Alte Mühlenstandorte und ein Abstecher zum Brunnenhaus Popperode mit der Popperöder Quelle zeigen mir weitere Seiten der Stadt – abseits der bekannten Altstadtgassen.

Mein besonderer Unterkunftstipp ist das Baumhaus „Abgehoben“ von Abgehoben & Aufgehoben am Stadtberg. Rund 38 Quadratmeter, Küche, Balkon und Heizung machen es zu einer ganzjährig nutzbaren Alternative zum Hotel.

Abends geht es ins Restaurant „Zur Quelle“: Der Nationalpark-Partner setzt auf regionale Produkte und saisonale Gerichte.

Tag 2: Vom regionalen Frühstück in die Baumkronen

Der Morgen beginnt im Baumhaus mit unserer regionalen Frühstückskiste: Pflaumenmus von Mühlhäuser, Äpfel und Saft von ApfeLiebe, Honig von Schrödis Summserei, Tee aus der TeeTruhe sowie Brot, Wurst, Käse und Eier von Gut Sambach. Auch Bier der DreiTürme Brauerei gehört zur Kiste.

Dann wartet der Nationalpark Hainich. Morgennebel, leuchtendes Laub, Ruhe und Stille: Gerade im Herbst fand ich diesen Naturtag traumhaft schön. Teile der alten Buchenwälder gehören seit 2011 zum UNESCO-Weltnaturerbe.

Der Betteleichenweg startet an der Nationalpark-Information im Obergut Kammerforst. Die mittelschwere Rundwanderung ist zwölf Kilometer lang, überwindet fast 200 Höhenmeter und führt zu Betteleiche, Ihlefelder Kreuz und Eiserner Hand. Festes Schuhwerk und ausreichend Zeit gehören dazu. Auf den markierten Wegen bleiben: So lässt sich der Wald erleben, ohne seine Lebensräume zu stören.

Nach der Einkehr im Waldgasthof Hainich Haus, ebenfalls Nationalpark-Partner, wechselt die Perspektive: Am Baumkronenpfad führen 540 Meter durch die Kronen. Die Aussichtsplattform des Turms liegt auf 44 Metern Höhe. Für mich eine schöne Ergänzung zum Wandern am Waldboden.

Zurück in Mühlhausen war die Weinverkostung bei Stefanie Krebs im historischen Gewölbekeller der perfekte Tagesabschluss.

Tag 3: Mammutbäume, Bratwurstkultur und Stadtmauer

Die Mammutbäume mitten im Mühlhäuser Stadtwald haben mich besonders beeindruckt. Die Riesen wurden hier bereits im 19. Jahrhundert gepflanzt. Zur Orientierung hilft das nummerierte Knotenpunktnetz. Wichtig zur Einordnung: Der Stadtwald liegt im Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal, nicht im Nationalpark Hainich.

Im Bratwurstmuseum wird anschließend eine Thüringer Spezialität zum Kulturthema. Schon eine Arnstädter Klosterrechnung von 1404 erwähnt Därme für Bratwürste. Nach dem Rundgang verbinde ich den Besuch mit einem Mittagsimbiss.

Zum Abschluss erkunde ich die Historische Wehranlage. Rund 370 Meter Stadtmauer sind begehbar; historische Themenräume und der Rabenturm eröffnen weitere Einblicke. Wie gut diese Befestigungen erhalten sind, fand ich beeindruckend.

Mein Tipp für deine Reise

Plane Mühlhausen als Basis und für den Hainich einen ganzen Tag. Stadtgassen und Waldwege verdienen Zeit statt eines schnellen Abhakens. Führungen und Weinverkostungen vorab vereinbaren; Saisonzeiten und wetterbedingte Sperrungen vor dem Besuch prüfen.

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